Neue Dekanatsheimat für vier Kirchengemeinden

Ev. Dekanat Alzey-Wöllstein/Bernd Eßling

Mit einem Fest begrüßte das Evangelische Dekanat Alzey-Wöllstein die Kirchengemeinden Partenheim, Nieder-Saulheim, Ober-Saulheim und Vendersheim. Deren Kirchenvorständwe und Pfarrpersonen haben viele Erwartungen und Hoffnungen an das neue Dekanat und die in der evangelischen Kirche entstehenden neuen Strukturen.

„Herzlich willkommen im Evangelischen Dekanat Alzey-Wöllstein. Sie gehören nun dazu und wir freuen uns sehr darüber“, begrüßte Dekanin Susanne Schmuck-Schätzel die Vertretungen der Kirchengemeinden Partenheim, Nieder-Saulheim, Ober-Saulheim und Vendersheim. Diese Kirchengemeinden wechselten zum 1. Januar 2025 vom Dekanat Ingelheim-Oppenheim ins Dekanat Alzey-Wöllstein. „Das war eine gute Idee. Sie ergänzen den bunten Reigen an Gemeinden und sollen spüren, dass Sie gut aufgenommen sind,“, so die Dekanin weiter.

Kennenlernen und austauschen

Anlässlich des für die neuen Kirchengemeinden ausgerichteten fröhlichen Begrüßungsfestes in der Wörrstädter Neubornhalle hieß Dekanin Schmuck-Schätzel außerdem viele Pfarrpersonen, Mitarbeitende, darunter Musiktreibende und Menschen aus der Gemeindepädagogik, sowie Kirchenvorstände aus vielen anderen Gemeinden des Evangelischen Dekanats Alzey-Wöllstein willkommen. Einige stellte sie kurz vor und gab außerdem einen kurzen Überblick über das Dekanat, seine Strukturen und die anstehenden Veränderungen.

Ansonsten diente der Abend dem Kennenlernen der Menschen aus den verschiedenen Kirchengemeinden. Zur Musik von „DieAmanten“ schwangen manche das Tanzbein, andere nutzen die Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen oder alte aufzufrischen und sich bei Glühwein, Getränken und Leckerem vom Büfett intensiv auszutauschen. Aus Alzey und Bechenheim steuerten die Kirchenvorstände kleine Anekdoten aus ihren Gemeinden bei.

Wünsche und Erwartungen

Das Fest kommt gut an. „Das heute Abend ist sehr schön und eine gute Gelegenheit, sich kennenzulernen“, äußert sich Doris Neuhäuser vom Kirchenvorstand in Ober-Saulheim. „Es wächst zusammen, was zusammen gehört“, ergänzt ihr Gremiumskollege Stefan Jung.

Gudrun Deinzer, die in Nieder-Saulheim im Kirchenvorstand aktiv ist, freut sich auf intensivere kirchliche Verbindungen nach Alzey und hofft, dass „es im neuen Dekanat Alzey-Wöllstein persönlicher wird“. Christian Steinruck, ebenfalls aus Nieder-Saulheim, baut auf mehr Gemeinsamkeit durch die Nachbarschaften, die sich auch im Dekanat Alzey-Wöllstein derzeit bilden.

Neue Strukturen

Dieses umfasst nach den Gemeindewechseln 64 Kirchengemeinden, die sich von Gundersheim und Ober-Flörsheim im Süden bis nach Partenheim und Sprendlingen im Norden erstrecken. Auch Stadtteilgemeinden aus Bad Kreuznach gehören ins Dekanat, das auf der östlichen Seite durch Kirchengemeinden wie Schornsheim, Bechtolsheim oder Gau-Odernheim begrenzt wird. Insgesamt bildet das Dekanat Alzey-Wöllstein derzeit fünf Nachbarschaftsräume aus, deren Namen und Rechtsformen noch festgelegt werden müssen. In den sogenannten Verkündigungsteams werden dann die Pfarrpersonen, die Kirchenmusik und die Gemeindepädagogik zusammenarbeiten und Angebote sowie Veranstaltungen für die jeweiligen Nachbarschaften kreieren.

Zu einer dieser Nachbarschaften gehören auch die vier neuen Kirchengemeinden. Christine Haas-Freitag vom Kirchenvorstand aus Vendersheim zeigt sich neugierig und offen für die neuen Strukturen. Hiltrud Runkel, Prädikantin aus Partenheim, bedauert zwar, dass ihre Gemeinde jetzt kirchlich vom Nachbarn Jugenheim getrennt ist, nutzt das Begrüßungsfest aber direkt als Gelegenheit, sich über die Ansprechpersonen für den Dekanatsfrauentag im Dekanat Alzey-Wöllstein zu informieren.

Schätze weiterentwickeln

Reinhard Oehler, Kirchenvorstand aus Partenheim, und seine Kolleginnen und Kollegen freuen sich über das Fest und begrüßen den Wechsel ins neue Dekanat. Sie hoffen, hier als kleinere Gemeinden besser wahrgenommen zu werden. Harald Esders-Winterberg, Pfarrer in Ober-Saulheim, Partenheim und Vendersheim, freut sich über „die ganz andere kirchliche Landschaft“ im neuen Dekanat. Die Arbeit im vergangen Jahr sei bereits auf die neue Konstellation ausgerichtet gewesen. „Die Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen der Nachbarschaft und mit der Dekanin lassen mich sehr optimistisch in die Zukunft blicken“, so Esders-Winterberg.

Seine Pfarrkollegin Christina Weyerhäuser, die seit dem vergangenen Jahr die Kirchengemeinde Nieder-Saulheim übernommen hat, bewertet das ähnlich. Sie war zuvor schon im Dekanat Alzey-Wöllstein als Seelsorgerin tätig und schätzt hier die Kolleginnen und Kollegen und das „schöne Miteinander“. Von den neuen Nachbarschaften erhofft sie sich „mehr Raum für inhaltliches Arbeiten“. Es gebe schon so vieles, jetzt gelte es, diese „Schätze der Kirchengemeinden“ in den Blick zu rücken und gemeinsam weiterzuentwickeln.