Fast vier Wochen lang stand die Alzeyer Nikolaikirche ganz im Zeichen der Kunstinstallation GAIA des britischen Künstlers Luke Jerram. Dessen sechs Meter große Erde drehte sich Tag und Nacht im Altarraum der Kirche und wurde von tausenden von Menschen besucht, bewundert und geschätzt.
New York – London – Berlin – Alzey reihte sich als bislang kleinste Stadt bei den großen Schwestern als einer der Orte ein, an denen GAIA erlebt werden durfte. Und das als ein sehr besonderer Ort, denn die ruhige und helle Gestaltung der Nikolaikirche brachte den Erdball so richtig zum Leuchten. „Diese Kirche ist der perfekte Ort für Gaia“, lauteten zahlreiche begeisterte Einträge im Gästebuch.
Als perfekten Ort empfand auch das Dekanat Alzey-Wöllstein als Veranstalter der Kunstinstallation die Nikolaikirche und freute sich, dass die Kirchengemeinde Alzey als Hausherrin der Realisierung des Projekts zustimmte. Der Dekanatssynodalvorstand segnete die Finanzierung des ehrgeizigen Projekts ab – damit waren die Weichen gestellt.
Jetzt ist Gaia auf dem Weg zum nächsten Ausstellungsort und das Dekanat Alzey-Wöllstein freut sich, dass sie in Alzey so viele Menschen positiv beeindruckt hat. „Vielen ist angesichts von Gaia die Einzigartigkeit und die Schönheit unserer Erde so richtig bewusst geworden“, so Dekanin Susanne Schmuck-Schätzel.
Viele besondere Veranstaltungen
Zum Glück für alle, die Gaia besucht haben. Denn nicht nur die Erdkugel selbst, auch die vielen Veranstaltungen, die während der Zeit der Installation unter und rund um GAIA stattfanden, begeisterten. Dazu zählten klangvolle Konzerte – instrumental ebenso wie chorisch – spannende Vorträge, interessante Lesungen, und abwechslungsreiche Mitmachangebote für Kinder. Eine Kunstperformance fand ebenso eine aufmerksame Gästeschar wie eine verbale Reise um die Welt, bei der Menschen aus verschiedenen Ländern ihre Lebensgeschichten teilten. Unvergesslich wird GAIA sicherlich vor allem für die Konfirmierten sein, die unter ihr eingesegnet wurden. Zahlreiche Kinder nahmen auch am Malwettbewerb teil und bebilderten ihr schönstes Erlebnis mit GAIA. Der Wettbewerb wird in den nächsten Tagen ausgewertet.
Realisiert werden konnte das vom Dekanat Alzey-Wöllstein finanzierte Projekt auch, weil rund 50 Ehrenamtliche bereit waren, jeden Tag während der langen Öffnungszeiten auf GAIA aufzupassen. Sie alle berichteten, wie berührend sie ihre Dienste empfunden haben und wie viele interessante Gespräche sie mit den Besucherinnen und Besuchern über GAIA und Gott und die Welt führten.
Wunderschöne Erde
Nicht nur sie, auch die Gäste empfanden Gaia als ein Geschenk – auch das zeigen die Einträge ins Gästebuch deutlich. „Wie wunderschön ist unsere Welt und dieser Blick zeigt es uns beeindruckend“, befindet ein Beitrag und ein anderer lautet „Herzlichen Dank an alle, die hier ‚Wache‘ halten, damit wir an dieser wunderschönen Impression teilhaben dürfen.“ Zahllose solch begeisterter Rückmeldungen haben die Gäste hinterlassen. Ein Satz bringt auf den Punkt, was in der Nikolaikirche stattgefunden hat: „In Alzey berühren sich Himmel und Erde!“